Geburtstagsgedichte, Gedichte zur Geburt

   
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Anonym Gesundheit Gesundheit und...
Anonym Mit diesem Tage Mit diesem Tage...
Busch, Wilhelm Viel Freude macht Viel Freude macht...
Claudius, Matthias An den Geburtstag Geburtstag, sei mir...
Dehmel, Paula Vaters Geburtstag Schnell, schnell, Besen...
Dehmel, Richard Zum Geburtstag Lieber Mutter!...
Goethe, Johann W. Zum Geburtstage Dem schönen Tag sei es...
Grillparzer, Franz Jubelfeier Der Mann bracht' es...
Hebbel, Friedrich Zur Geburt Wir wünschen euch...
Hoffmann v. Fall., H. Papa's Geburtstag Wie schön...
Kästner, Abraham G. Der verhehlte Tag Den Tag verhehlt...
Kerner, Justinus Kein Geburtstag an sie Wann du geboren...
Kraus, Hans-Peter Was ich dir schenken wollt Den großen, dicken Mond...
Lessing, Gotthold E. Weg, weg mit den Weg, weg mit den...
Lohmeyer, Julius Der Geburtstagsgratulant Guten Morgen sollt ich...
Morgenstern, Christian Das Geburtslied Ein Kindelein...
Morgenstern, Christian Zur Geburt Du magst dich drehn...
Mörike, Eduard Einer verehrten Frau Man sagt an solchen...
Ringelnatz, Joachim Geburtstagsgruß Ach, wie schön...
Rückert, Friedrich 40. Geburtstag Mit vierzig ist der Berg...
Rückert, Friedrich Ich wünsche, dass dein Glück Ich wünsche...
Schall, Johann Des kleinen Friedrich... Es war einmal...
Scheffel, Joseph Victor Die Falten um die Stirne... Die Falten um die Stirne...
Schiller, Friedrich Sag selbst-Spruch Sag selbst, was ich dir..
Zäunemann, Sidonia H. Madrigal über die Wiege... Du schläfst in Ruh...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anonym

Gesundheit und Zufriedenheit,
nebst allem, was dich sonst erfreut,
ein langes Leben obendrein,
soll alles Dir bescheret sein.

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Anonym

Mit diesem Tage reihe sich
ein schönes frohes Jahr für Dich
zum Kranz der frühen Jahre an,
das wünsche ich, so sehr ich kann!

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Wilhelm Busch

Viel Freude macht, wie männiglich bekannt,
für Mann und Weib der heilige Ehestand!
Und lieblich ist es für den Frommen,
der die Genehmigung dazu bekommen,
wenn er sodann nach der üblichen Frist
glücklicher Vater und Mutter ist.

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Matthias Claudius


An den Geburtstag eines alten Mannes

Geburtstag, sei mir willkommen!
Und fröhlich will ich an dir sein,
Das hab ich mir recht vorgenommen,
Und trinken Wein
Und trinken Wein und singen Lieder -
Aber Geburtstag, komm auch, wenigstens noch einmal, wieder.


Quelle

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Paula Dehmel

Vaters Geburtstag

Schnell, schnell, Besen,
Feg die Stube rein
Wenn Väterchen zum Kaffee kommt,
Muss alles sauber sein!

Wisch, wisch, Lappen,
Über Stuhl und Schrank
Wenn Väterchen zum Kaffee kommt,
Sind sie blitzeblank!

Blüh, Blüh, Blume,
Blüh recht frisch
Wenn Väterchen zum Kaffee kommt,
Stehst du auf dem Tisch!

Herz, Herzmuttchen,
Schnell das neue Kleid
Bis Väterchen zum Kaffee kommt,
Ist nur noch wenig Zeit!

Tick, tick, Uhrchen,
Renn doch nicht so fix
Wenn Väterchen zum Kaffee kommt,
Mach ich meinen Knix!

Fertig, alles fertig,
Der Kuchen ist auch da
Der Kaffee kommt, der Vater kommt,
Mein Verschen kann ich ja:
"Heut ist Dein Geburtstag!"

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Richard Dehmel

Zum Geburtstag

1. Mit zwei Lampen

Liebe Mutter! Du zählst sie gerne,
deine dreiunddreißig Geburtstagssterne.
Hier stehn sie strahlend; und daneben
siehst du zwei silberne Halbmonde schweben.
Das sind zwei Lampen fürs Klavier,
eine von Vater, die andre von mir.
Kommt nun der Abend mit müden Beinen,
dann läßt du deine Monde scheinen
und spielst; und wir, wir hören und träumen
von den hohen himmlischen Räumen,
von deinem Sternenringelreihn -
Vater wacht noch, ich schlafe ein.

2. Mit einer Handvoll Haselnüsse

Lieber Vater! ich kann dir garnichts schenken,
blos mein kleines Herz und alle meine Küsse,
und - eins, zwei, drei, vier, fünf Haselnüsse,
dabei kannst du dir
was Wunderschönes denken.
Du kannst dir denken, jede Nuß
hat ein kleines Herz, noch kleiner als das meine;
und hätte sie auch zwei kleine Beine,
lief' sie auf dich zu und gäb' dir einen Kuß,
einen wundervollen, herzhaften Geburtstagskuß!

 

Aus: Der Kindergarten; Dehmel-GW Bd. 6
Quelle

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Johann Wolfgang von Goethe

Zum Geburtstage

Dem schönen Tag sei es geschrieben!
Oft glänze dir sein heiteres Licht.
Uns hörest du nicht auf zu lieben,
Doch bitten wir: Vergiß uns nicht.

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Franz Grillparzer

Jubelfeier

Der Mann bracht' es auf siebzig gar;
das heißt: Von seinem siebenten Jahr
hat all sein Wirken von Kind bis jetzt
nur eine Null ihm zugesetzt.

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Friedrich Hebbel

Zur Geburt

Wir wünschen euch und eurem Kinde
an Glück, soviel das Herz nur faßt.
Und ein Wilkommensangebinde
sei Gruß dem neuen Erdengast.

Er soll ein braver Junge werden
und euch zur Freude gut gedeih'n.
Ihm leuchte im Gestrüpp auf Erden
des Lebens schönste Sonnenschein.

Euch Eltern aber sei beschieden,
was ihr nur wünscht für euch und ihn.
Im kleinen Heim soll Lust und Frieden
bestehen als des Daseins Sinn!

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Heinrich Hoffmann von Fallersleben

[Aus Kinderlieder]

Papa's Geburtstag

1.

Wie schön, daß in des Herbstes Tagen
Noch Blumen blüh'n in Pracht und Glanz,
Als wollten sie uns Kindern sagen:
»Wir blühen nur für euch zum Kranz.

Ihr sollt zum Kranz uns heute reihen,
So schön, wie sich es machen läßt,
Und dem Papa als Glückwunsch weihen,
Denn heut ist sein Geburtstagsfest.«

Es ist erfüllt der Blumen Bitte,
Nimm unsern Glückwunsch freundlich an:
O bleib' bei uns in unsrer Mitte
Und freue dich mit uns fortan!

Wir wollen dir auf allen Wegen
Auch liebe gute Kinder sein;
Wir flehen Gott um Seinen Segen,
Und was wir fleh'n, wird Er verleih'n.

2.

Ist kein schönerer Tag doch
In der Welt so wie heut!
Und es hat unser Herze
Sich noch nie so gefreut.

Ja, wir freuen uns Alle
Heissa heissassa sa!
Denn es ist dein Geburtstag,
Lieber, guter Papa!

Und wir wanden dir Kränze,
Und wir flochten hinein
Unsre innigsten Wünsche
Für dein Wohl und Gedeih'n.

Sei so froh wie die Blumen,
Wie die Blätter so grün!
Mag für uns, deine Lieben,
Stets dein Leben so blüh'n!

fröhlich sein,
Heute guter Dinge,
Und auch du, mein Döckelein,
Komm' und tanz' und springe!

3.

Ist der heil'ge Christ ins Haus
Heut schon eingekehret?
Hat der heil'ge Nikolaus
Uns was einbescheeret?

Nein, so hört es denn von mir,
Hört es, lieben Leute!
Den Geburtstag feiern wir
Unsers Papa's heute.

Darum will ich fröhlich sein,
Heißa! guter Dinge,
Und auch du, mein Döckelein,
Komm' und tanz' und springe!

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Abraham Gotthelf Kästner

Der verhehlte Geburtstag

Den Tag verhehlt die Schöne mit Bedacht,
Der um ein Jahr sie älter macht;
Doch nie wird sie veraltert seyn,
Nimmt sie wie du, durch Witz und Tugend ein.

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Justinus Kerner

Kein Geburtstag an sie

Wann du geboren, weiß ich nicht,
will's wissen nicht, wenn ichs auch fände,
sei mir ein Kreis, ein ew'ges Licht,
wie ohne Anfang, so ohn' Ende!

[1833]


Quelle

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Hans-Peter Kraus

Was ich dir schenken wollt

Den großen, dicken Mond
Wollt ich dir schenken
Doch dann kam ich
Ins Grübeln und ans Denken
Der Mond wär viel zu groß
Für deine Wohnung
Also gab ich ihm
Noch ein wenig Schonung

Dann dachte ich
Nehm ich das Meer
Mit schöner, weiter Sicht
Nur wär auch das nicht fair
Es passt in deinen Garten nicht

Dann musste ich
An die Berge denken
Die waren sicher
Noch zu verschenken
Aber als ich sah
Was die Transporte kosten
War auch die Idee
Schnell am Verrosten

Drum schenk ich dir dies Gedicht
Mit einer Kleinigkeit
Für all die großen Dinge
Ist ja noch reichlich Zeit

 

weitere Geburtstagsgedichte finden Sie unter

http://www.gedichte-fuer-alle-faelle.de/geburtstagsgedichte/

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Gotthold Ephraim Lessing

Weg, weg mit Wünschen, Reimen, Schwänken!
Trinkt fleißig, aber trinket still!
Wer wird an die Gesundheit denken,
wenn man die Gläser leeren will?

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Julius Lohmeyer

Der Geburtstagsgratulant

Guten Morgen sollt ich sagen,
Und ein schönes Kompliment,
und die Mutter ließ' auch fragen,
wie die Patin sich befänd'!

Und der Strauß wär aus dem Garten,
wenn ihr etwa danach fragt,
an der Tür dann sollt ich warten,
ob ihr mir auch etwas sagt.

Und hübsch grüßen sollt ich jeden
Und ganz still sein wenn man spricht,
und recht deutlich sollt' ich reden,
aber schreien sollt ich nicht.

Doch ich sollt' mich auch nicht schämen,
denn ich wär' ja brav und fromm -
Nur vom Kopf die Mütze nehmen,
wenn ich in das Zimmer komm!

Wenn mir eins was schenken wollte,
sollt' ich sagen: Danke schön!-
Aber unaufhörlich sollte
Ich nicht nach der Torte sehn.

Und hübsch langsam sollt' ich essen,
stopfen wär' hier garnicht Brauch,
und - bald hätt' ich es vergessen -
gratulieren sollt ich auch.

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Eduard Mörike

Einer verehrten Frau zum Geburtstage

Mit einem Blumenstock

Man sagt, an solchen Tagen sei es Pflicht,
Sich selber einen Spiegel vorzuhalten:
Ich bring ihn dir; verschmäh dies Blümchen nicht!
Es soll dir deinen eignen Wert entfalten.

Sieh der bescheidenen Reseda Blüte,
Ein Bild der Menschenfreundlichkeit,
Die ohne Prunk, voll innerer Herzensgüte,
Den Wohlgeruch der tät'gen Liebe streut.

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Christian Morgenstern

Das Geburtslied

Ein Kindelein
im Windelein,
es macht schon
in die Bindelein.
Und um das Haus
oh Graus, oh Graus!
Da blasen
böse Windelein.


"Ein Mädelein!"
ruft Hedelein
und kneift ihm
in die Wädelein.
Doch ach am Haus
oh Graus, oh Graus!
Da wackeln
alle Lädelein.


Ein Eulelein
schiebts Mäulelein
vorbei am
Fenstersäulelein.
Es schreit ins Haus:
"Oh Graus, oh Graus!
Hörst Du
die Silbergäulelein?"

E in Würmelein
im Stürmelein
fliegt nieder
von dem Türmelein.
Es sagt im Haus:
"Es regnet drauß,
SO gebt mir doch
ein Schirmelein!"


O Kindelein
im Windelein
heut machst du noch
ins Bindelein.
Doch gehst du aus
im langen Flaus
wirst du
ein Vagebindel sein!

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Christian Morgenstern

Zur Geburt

Du magst dich drehn und wenden, wie du willst,
du wirst erkannt und das ist dein Gericht,
und wenn nur einer dich erkennt - genug.
So mancher sieht sich vor sein Leben lang,
verwischt die Spur, verschleiert Wort und Blick,
allein, du bist nur immer Einer, Mensch,
dein Kleines liegt nicht hier, dein Großes dort,
und wie sich's mischt - auch ohne, daß du's weißt,
so bist du und so wirst du einst erkannt.

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Joachim Ringelnatz

Geburtstagsgruß

Ach, wie schön, daß Du geboren bist!
Gratuliere uns, daß wir Dich haben,
daß wir Deines Herzens gute Gaben
oft genießen dürfen ohne List.
Deine Mängel, Deine Fehler sind
gegen das gewogen harmlos klein.
Heut nach vierzig Jahren wirst du sein:
immer noch ein Geburtstagskind.
Möchtest Du: nie lange traurig oder krank
sein. Und wenig Häßliches erfahren.-
Deinen Eltern sagen wir unseren
fröhlichen Dank dafür,
daß sie Dich gebaren.

Gott bewinke Dir
alle Deine Schritte;
ja, das wünschen wir,
Deine Freunde und darunter (bitte)
Dein...............

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Friedrich Rückert

40. Geburtstag

Mit vierzig ist der Berg erstiegen,
wir stehen still und schaun zurück,
dort sehen wir der Kindheit stilles liegen
und dort der Jugend lautes Glück.

Noch einmal schau, und dann gekräftigt weiter
erhebe deinen Wanderstab!
Hindehnt ein Bergesrücken sich ein breiter,
und hier nicht, drüben gehts hinab.

Nicht atmend aufwärts brauchst du mehr zu steigen,
die Ebne zieht von selbst dich fort;
dann wird sie sich unmerklich neigen,
und eh du's denkst, bist du im Port.

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Friedrich Rückert

Ich wünsche, dass dein Glück...

Ich wünsche, dass dein Glück
sich jeden Tag erneue,
dass eine gute Tat
dich jede Stund erfreue!
Und wenn nicht eine Tat,
so doch ein gutes Wort,
das selbst im Guten wirkt,
zu guten Taten fort.
Und wenn kein Wort,
doch ein Gedanke schön und wahr,
der dir die Seele mach
und rings die Schöpfung klar.

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Johann Eberhard Friedrich Schall

Des kleinen Friedrichs Geburtstag

Es war einmal, ihr Leutchen,
Ein Knäblein jung und zart,
Hieß Friedrich, war daneben
Recht gut von Sinnesart.
War freundlich und bescheiden,
Nicht zärtlich und nicht wild,
War sanft wie kleine Schäfchen,
Und wie ein Täubchen mild.

Drum gab auch Gott Gedeihen,
Das Knäblein wuchs heran,
Und seine Eltern hatten
Recht ihre Freude dran.
Zu Schul' und Gotteshause
Sah man es fleißig geh'n,
Und Jedem, der es grüßte,
gar freundlich Rede steh'n.

Auch war ihm in der Schule
Ein Jeder herzlich gut,
Denn Allen macht es Freude,
Und Allen war es gut.
Einst hieß es:
Brüder, morgen fällt
Sein Geburtstag ein!
Gleich riefen All' und Jede:
Der muß gefeiert sein.

Da war des Wohl behagens
Und jeder Freude viel,
Und wo man sah und hörte,
War Sang und Tanz und Spiel.
Denn Alle, Alle freuten
Des frohen Tages sich,
Und Alle, Alle sangen:
Heil unserm Freiderich!
Und Gott im Himmel oben
Erhörte ihr Gebet.
Sein Segen folgt dem Knaben,
Da wo er geht und steht.

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Joseph Victor von Scheffel

Die Falten um die Stirne...

Die Falten um die Stirne dein,
lass sie nur heiter ranken;
das sind die Narben, die darein
geschlagen die Gedanken.

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Friedrich Schiller

Sag selbst, was ich Dir wünschen soll,
ich weiß nichts zu erdenken.
Du hast ja Küch und Keller voll,
nichts fehlt in Deinen Schränken.

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Sidonia Hedwig Zäunemann

Madrigal über die Wiege eines Kindes

Du schläfst in Ruh, und bildest dir nicht ein,
Die kleine Wiege werde
Auf dieser schnöden Erde,
Das Vorbild deines größren Schicksals sein.
Die Wiege wirft dich hin und her:
So wirst Du auch nach mehren Jahren
Des Schicksals Spielwerk wohl erfahren.
Es wird sich stets bemühn,
Dich öfters hin und her zu ziehn.