Celander
Als er ihre Brüste küßte
Blondine deiner Brüste Kuß /
Hegt mehr von süssen Uberfluß
Als tausend Zucker=Fladen
Und theure Marmeladen
Mehr Süssigkeit quilt aus dem Schnee
Der Brüste / als aus Hyblens Klee /
Die Feige wird zur Schleen
Kein Honig kan bestehen /
Daß nicht zu Gall und Wermuth wird
Wenn es der Brust wird beygeführt.
Der Wein wird schlechte Pfütze
Das Manna Haber Grütze /
Dem Ambrosin und Nectar Safft
Benimmt dein Busen alle Krafft
Dein unbefleckte Brüste
Die Zinsen Himmels=Lüste.
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Auf ihre Brüste Was darffst du, Lesbia, so schrecklich auf mich fluchen,
Will meine lincke Hand die zarten Bietzgen suchen.
Die runden Dinger sind der rechten Liebe Glut,
Was Wunder, daß mein Geist darnach so brünstig thut?
Du pflegst den Flöhen ja dasselbe zuzulassen,
Weswegen wilst du denn darumb mich Armen hassen?
Wenn mein Verlangen auch das weiche Paar begehrt,
Bin ich denn nicht so viel als jene Springer werth?
So laß doch meine Faust mit diesen Ballen thalen,
Ich will auf solche dir viel tausend Küsse zahlen,
Ihr feuriger Rubin flößt mir die Sehnsucht ein,
Drumb will ich gar zu gern auf ihren Bergen seyn.
Ach! Stosse mich nur nicht von deren rothen Spitzen,
Sonst möcht ich dich vielleicht mit einem Pfriemgen ritzen,
Und zwar an einem Ort, den man weit zärter nennt,
Dahin du keinem noch zu stechen je vergönnt.
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Auf ihre Hände und Brüste Zarte Händ und weisse Bietzgen können
unser Hertz entzücken,
Und bey süßen Liebes-Küssen schmeckt man
freudiges Erquicken,
Also wirst du, werther Engel, mir nicht
länger widerstreben,
Will mein Mund auf diese Ballen dir ein
Sanfftes Schmätzgen geben,
Denn die beyden schönen Stücke sind bey dir,
mein Kind, zu finden,
Darumb ließ ich mich aus Sehnsucht (dürfft
ich) auf dein Leibgen binden.
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Hermann Conradi
Was frag' ich nach Zeit und Stunde
Was frag' ich nach Zeit und Stunde,
Wenn an deiner Brust ich lieg' -
Wenn ich küsse von deinem Munde
Der Liebe süßseligen Sieg!
Wenn ich küsse die weißen Brüste,
Den knospenden, schwellenden Leib -
Was frag' ich nach Zeit und Stunde,
Bei solch holdem Zeitvertreib! ...
Was frag' ich nach Zeit und Stunde,
Rast' ich auf Linnen, schneeweiß,
Bei dir und trink' dir vom Munde
Der Liebe süßseligen Preis!
Da füllt mich ein großes Genügen,
Mein wildes Begehren versinkt...
Was frag' ich nach Zeit und Stunde,
Wenn die Welt wie verschollen mich dünkt! ...
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Max Dauthenday
Nie war die eine Liebesnacht in deinem Schoß der andern gleich
Nie war die eine Liebesnacht
In deinem Schoß der andern gleich,
Dein Leib ist ein Septembermond
An immer neuen Früchten reich. Die Brüste sind ein Traubenpaar,
Und drinnen pocht der junge Wein,
Die Augen sind ein Himmelstor
Und lassen meine Wünsche ein.
........................................................................................................................ Klabund
Pubertät
Durch die Gassen jeden Abend
Schweife ich, und nach der Jause;
Niemals noch erreicht es habend,
Ziehe wedelnd ich nach Hause.
Für die fleischlichen Gelüste
Such' ein passendes Objekt ich.
Hübsches Antlitz, pralle Brüste -
Aphrodite, ach versteckt sich!
Jeden Abend, o wie gräßlich,
Sind sie immer überschminkter,
Immer häßlicher als häßlich.
Mein Verstand, die Hände ringt er.
In der Zeitung morgen stehe
Jedes Mädchenherz bewegend:
Netter Jüngling sucht zwecks Ehe
Jungfrau, wenn auch unvermögend.

Quelle
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August Stramm
Mondschein
Bleich und müde
Schmieg und weich
Kater duften
Blüten graunen
Wasser schlecken
Winde schluchzen
Schein entblößt die zitzen Brüste
Fühlen stöhnt in meine Hand.

Quelle
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August Stramm
Spiel
Deine Finger perlen
Und
Kollern Stoßen Necken Schmeicheln
Quälen Sinnen Schläfern Beben
Wogen um mich.
Die Kette reißt!
Dein Körper wächst empor!
Durch Lampenschimmer sinken deine Augen
Und schlürfen mich
Und
Schlürfen schlürfen
Dämmern
Brausen!
Die Wände tauchen!
Raum!
Nur
Du!
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