Gedichte aus Chatforen, Laien...
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Login (Thomas Gora)
An alle in Not
War'st selbstverständlich für mich da -
Wann immer ich in Nöten war.
War'st flauschig, lieblich meistens zart -
Okay - zuweilen auch mal hart.
Ich konnte mich auf Dich verlassen-
Jetzt jedoch muss ich dich hassen.
Ich bin allein und schrei nach Dir:
Du meine Rolle KLOPAPIER.
Blind vor Liebe?!
War eine wunderbare Nacht.
Die wir gemeinsam hab'n verbracht.
Erschöpft heb' ich die Augenlider.
Kommt sowas Schönes jemals wieder?
Verschwommen sehe ich das Licht.
Suche fragend Dein Gesicht.
Alles, alles ist ganz grau.
Wo bist Du nur geliebte Frau?
Ich will zu Dir - und zwar geschwind.
Ja bin ich denn vor Liebe blind?
Da schallt der Ruf von Dir hinauf:
ALTER - setzt die Brille auf.
O-O
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Crash
Für Ron
Die Klamotten aus dem Schrank -
2 Promill - und voll den Tank.
Über Strassen und Alleen -
Heute soll's zur Disko geh'n.
Blinker Links und gib nur Gummi.
Wir überholen jeden Brummi.
Das Bodenblech hab'n wir erreicht-
Schlimm nur für den - der vor uns schleicht.
PLÖTZLICH!
Der Tod grinst durch die Wagentür:
"Für Leut' wie Euch hab ich Gespür".
Ein Chrasch - ein Schrei - ein Kreuz'l mehr.
Blutüberströmt der Strassenteer.
Trauernd geh ich durch die Nacht -
Was haben wir nur falsch gemacht.
Lotos
Blaues Licht (ein 'Gegengedicht')
Blaues Licht, Blinker links,
vorbei an Blech voll Ungeduld,
voll Blumen und Kreuze am Wegesrand,
erinnernd an das letzte Mal.
Rasen wir genau wie sie?
Nur blaues Licht der Unterschied?
Wohl wissend die Ohnmacht, die es gibt,
nur 3 Minuten Augenblick.
Plötzlich-Stop-Schreiende Stille
Wir kommen an,
wo Blech statt Blumen noch zu sehen,
vergessend Warum und Zeit,
und das was jedem von uns noch bleibt.
Rein ins Blech um rauszuholen,
Reste des Lebens, wer fragt nach Sinn?
Fragen nach Schuld und Leid die kommen
Ich nicht auch ein Raser bin?
Blaues Licht und Blinker links
Bis zum nächsten Mal...
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DDR - Das Dicke Resüme
Originalseite (Rest)
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Dichten
Etwas
zu dichten,
ist mitnichten
anderes zu sichten
deren Worte zu verdichten
in Zeilen zu schichten
auf Neues zu verzichten -
dadurch Dichter zu richten
die schlicht erpicht
einfach nur Gedanken lichten.
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Ein kleines Stück Papier
Als ich nach Hause kam
war es unheimlich still.
Kein Kinderlachen, nicht mal Geschrei.
Bange Minuten voller Schuldgefühl,
die wie Stunden verrannen.
Ich stolperte über Spielzeug im Zimmer,
das mir plötzlich so leer vorkam.
Da sah ich ein kleines Stück Papier.
"Wier sint nur Eis hohlen... "
Ich hab nie wieder über ihre Schrift geklagt.
~
Später ...
schrieb ich
diese Zeilen
auf einem kleinen Stück Papier
als plötzlich eine leise Stimme neben mir sagte:
"Du schreibst aber komisch,
solche Schrift kenn ich nicht!"
Sie werden sie kennen,
wenn sie ihr erstes kleines Stück Papier finden.
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Erinnerung
Du begehrst sie so wie du sie verfluchst,
bist befangen in ihrer Gefangenschaft
willst sie abschütteln und loslassen
für einen scheinbaren Moment befreit.
Sie verletzt dich so wie du sie fühlst
in all ihrer bizarren Schönheit und Grausamkeit zugleich,
denn wenn du ihr den Rücken kehrst
spürst du kalt ihre Nackenschläge,
denn sie will ihre Teilnahme am Jetzt.
Du lebst nicht, um zu vergessen
drum holt sie dich ein, wenn du fliehst
und kettet die Gedanken
all deiner Sehnsüchte fest.
Du begehrst sie
wie sie dich
und doch
ist sie nur eine winzige Bürde deiner selbst,
die ein anderer mit trägt
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Kultur 22
Eene new deutsche Welle with Zlatko
drei Oscars für Smileys
das Dementi von Reich-Ranicki
im Wissensquiz 'ne Traummillion
zwei Hamburger bei der Frankfurter Messe
frisch gebrannte DVD- Popcorns im Kin(lap)top
jeden Morgen die TAZ
abends den Spiegel online
und nachts das Literaturforum im Chat
Ich bin voller Kultur des Alltags.
frei nach Rolf Dieter Brinkmanns "Kulturgüter" (1962)
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Wiedergefunden
verzweifelte Schreie verhallen in der Kälte
Dein Lächeln
verstummt
einzig im Herzen
hör ich es noch
Dich verloren geglaubt
unwiederbringlich
plötzlich der Klang der vertrauten Stimme
ich erkenne beglückt
Du warst nie wirklich weg.