Kapitel 4 - Die Zauberin im Land der Lavafelder und Schlammtöpfe

 

GO flüsterte der Wind durch die Buchstaben,
schier unendlich schlängelten sich Wege durch Vulkanberge.
Doch sie waren nicht allein, wurden von Flüssen begleitet, die sich zu einem See flätzten,
andernorts kaum spürbar wie Rinnsale durch kleine gelbe und lilafarbenen Blumentupfer dampften.
Auf einmal wurde der Boden ganz weich, es war, als hätte es frisch geschneit.
Idiehs Füsse versanken in einem schwarzen Teppich– dies war kein Schnee, sondern erkaltete Lava.

 


Auf der Asche lagen größere Gesteinsbrocken, vor Jahren aus Kratern gespuckt.
Doch kein Zeichen – alles schien zu schlafen. Idieh beschloss zum Mückensee zu fahren,
gar vieles hatte sie von dieser Gegend der Hot Spots gehört.
Und mit einmal wurde es grell ein grüngelbes Feld leuchtete auf und kegelförmig zogen Dämpfe
himmelwärts.

 

Es blubberte in Löchern wie Puddingsuppe vor dem Überkochen,
nur waren die Töpfe voll mit grauem Schlamm.

 

 


Iiih, wie roch es erbärmlich, doch es war nicht die graue Suppe, die grüngelben
Leuchtfelder waren es, die zum Himmel stanken – Schwefel pur!

Idieh stieg auf den Berg, sah weit ins Tal, erblickte den Mückensee,
in dem viele kleine Inseln schwammen.

 

Sie blickte durch ihr Zauberfernrohr und sah, dass es Ringkrater waren.

 


Dies konnte kein natürlicher See sein!
Hier waren einem Fluss Lavasteine ins Bett gelegt worden,
dass er zum See eingenässt hatte.
Dies musste ein doppeltes Zeichen sein, na klar - sehen,
in den See - - Zauberin! Nimm beide ee aus dem See!

 

Kapitel 5 - Die Zauberin auf dem Weg zum im Land des Eises

 

Doch wo kam der Fluss her? Woher all' dies Wasser?
Als Idieh auf dem Berg stand, sah sie die schneebedeckten Gipfel der Berggeschwister und ahnte,
dass dort das Geheimnis des vielen Wassers lag.
So folgte sie dem Fluss, es wurde kälter und kälter und da
sah sie im Fluss die ersten Eisschollen schwimmen.

 


Nach oben blickend sah sie wie eine lange Eiszunge den Berg schleckte, als würde
sie ihn ständig ablecken, ein paar Tropfen nach unten fallen.

 


Idieh sah in ihrem Zauberbuch nach – die Zunge hieß Gletscher und bevor das Wort
vor ihren Augen schmolz, konnte sie noch das G festhalten.

Kapitel 6- Die Zauberin im Land der Trolle

 

Unheimlich: rau, karg und einsam schlängelten sich Wege durch das Land.

 

Manchmal liefen Schafe dösend neben ihr her,

 

 

Und sie sah verlassene Häuser,

 

 

leere Rettungsinseln,

 

 

Fisch zum Trocknen hing herum,

 

.

 

mächtige Herrscher aus Stein bewachten die Felsen,

 

,

 

Wasserfälle kämmten die Berge,

 

 

 

 

Schluchten nahmen Blicke gefangen,

 

 

dann wieder kreiste lange eine Küstenschwalbe über Idieh,
immer näher über ihren Kopf hinweg, als wolle sie die Augen der Zauberin ausstechen,
damit sie blind würde.

Böse Geister lebten also auf Eislandia: wer sollte sonst den Strand schwarz gefärbt haben?

 

 

Wer hat sonst die Bewohner zu Trollen versteinert?

 

Selbst die Buchstaben waren verzaubert, das a und e verschmolzen zu æ
und da das e schon in dem Wort verborgen war,
rettete die Zauberin rasch das dritte e aus der Buchstabenschmelze.

Kapitel 7 – Die Zauberin in der Vergangenheit

Oh ja, die Suche zwischen Feuer und Eis hatten der Zauberin viel Kraft genommen,
doch sie musste diesen Tanz finden. Also begab sie sich in ein Geisterhaus, einem
Museum für Menschen, wo allerlei Zauber der Vergangenheit ausgestellt war.
Und sie las in einem Zauberbuch:

 

 


Und sie erfuhr, dass auf Eislandia im 17.Jahrhundert 21 Menschen wegen
Hexenkünsten verbrannt worden waren, darunter nur eine Frau.
Als sie das Buch Eislandias aufschlug, las sie von der höchsten Kunst der Zauberei,
der Nabrok, der Leichenhose, in die man schlüpfen musste.

 

 

Gruselig -

schnell nahm sie das N und fuhr zu den Westfjorden, dort an einem Felsen sollten Millionen von
Seevögeln brüten, vielleicht plaudern sie den nächsten Buchstaben heraus.
Doch dies sollte sich als eine sehr lange Reise herausstellen:

 

Kapitel 8 – Die Zauberin im Land der Spiegel

Eines Morgens, viel zu früh, um schon an den Tag zu denken, war Yaris
ungewöhnlich unruhig. Dabei gibt es auf Eislandia keine Nacht,
höchstens ein Dämmern der Sonne.
Doch Yaris war voller Tatendrang, umkurvte lustvoll jeden Stolperstein,
es bereitete ihm sichtlich Freude, schnaufend erdfarbene Dampfwolken hinter sich zu lassen.

Als die Sonne erwacht war, erschien alles doppelt: jeder Berg, Vogel, Wolkentupfer selbst die wenigen Farne am Wegesrand spiegelten sich im Fjord.

Das verwirrte Yaris und er gönnte sich eine kleine Pause – ganz oben mit bester Aussicht
auf die Fjorde und bockte.

Wären nicht Menschen helfend gekommen,

 

 

 

und hätte er nicht Konkurrenz gesehen,

 

so stände er noch heute, würde sich wie Narziss in den Fjorden spiegeln und
in der Mitte durchbrechen.
Yaris hätte seinen Buchstaben in der seiner Mitte zuerst verloren, doch
schnell hob Idieh ihn auf, gönnte ihm eine Pause,
indem er mit anderen Reifenpferden auf der Fähre nach Snæfellsnes fuhr.

 

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