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Wiener Triage In Dankbarkeit und für W. Das erste Mal Grüß Gott Wien,
Stadt im grünen Donaukleid,
kanalisiert unter der Friedensbrücke,
anders nennst du dich! –
Anders,
wo schillernde Mozartkugeln rollen,
in Kaiserschmarrn das Rathaus duftet,
T-Mobile bunt schwirrt,
die Votivkirche im Werbekleid entspannt.
Weiße weise Häuser lichten
museale Klimtküsse,
wie alte Frauenseelen
im höfischen Prunk eingeschlossen.
Mit Freud ohne Couch
hypnotisiere ich meine Blasen,
die schrammelnd an den Füßen
vom hitzigen Pflaster stöhnen.
Bahnen quietschen, Fiaker trappeln,
bei Haas spiegelt neu Altes wider.
Ein Seitblick im botanischen Garten
wirft ruhige Schatten in meine Linse.
Bitte rechts stehen,
kleiner oder großer Brauner;
nicht fotografieren, berühren, hupen.
Mundgeblasene Fenster - nicht öffnen:
es verfällt Wachs-Tum Mensch.
Pause, Jause, Sausenstation,
U5: Weg verfehlt -
wie Kultur –
fernab die Traklgasse.
Abends beim Heurigen,
zwängen sich Gruppen
wie ein Viertel in mein Glas -
beschwingt vom ew'gen Charme.
Servus Wien - du bist anders
als in meiner Erinnerung
und wie einst du gewesen -
und beim 2. Mal sein wirst.
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