Sey dennoch unverzagt. Gieb dennoch unverlohren.
Weich keinem Glücke nicht. Steh höher als der Neid.
Vergnüge dich an dir/ und acht es für kein Leid /
hat sich gleich wieder dich Glück / Ort / und Zeit
verschworen.
Was dich betrübt und labt / halt alles für erkohren.
Nim dein Verhängniß an. Laß alles unbereut.
Thu/ was gethan muß seyn / und eh man dirs gebeut.
Was du noch hoffen kanst / das wird noch stets gebohren.
Was klagt / was lobt man doch? Sein Unglück und
sein Glücke
ist ihm ein jeder selbst. Schau alle Sachen an.
Diß alles ist in dir / laß deinen eiteln Wahn /
und eh du förder gehst / so geh' in dich zu rücke.
Wer sein selbst Meister ist / und sich beherrschen kan /
dem ist die weite Welt und alles unterthan.