Christoph Damerius
 
29.11.1992 in Bergen (Rügen)
 
Ein Weihnachtlicher Doppelkopfschmaus Festlich gedeckt...

 
   

Ein Weihnachtlicher Doppelkopfschmaus

Festlich gedeckt ist schon der Tisch.
Karpfen ist aufgetan, noch ganz frisch.
Zu Gast bei den Genschers ist dieses Jahr
die ganze Familie, und ja sogar
Buben und Damen sind eingeladen -
die Großeltern (also die Alten), Mädchen und Knaben.

Nach und nach treffen sie alle ein.
Die Asse zuerst, so sollte es sein.
Die Alten kommen als zweites dran.
"Setzt Euch, setzt Euch", ruft Genscher sie an.
Die Buben folgen, und setzen sich
zu den Alten, mit frohem Gesicht.

Und durch das Fenster spähen hindurch
die neugierigen Knaben und bald schon darauf
warten auch sie vorm Tellerrand -
die Gabeln gezückt und schon ganz gespannt.
(Es sei hier angemerkt: Sie waren der ganzen Familie als Sauschweine bekannt.)

Als nächstes kommen die Damen herein,
gut geschmückt und sich ganz fein.
Dann kommt noch Tante Dulle und
mit roten Wangen und kugelrund.
Noch ein paar kleine Neunen kamen,
dann war der Tisch fast voll beladen.

Doch wie immer zu spät kam noch zur Fete
Karlchen mit seinem Wagen und einer Ausrede.
"Ich fahr' grad hierher, da läuft mir noch
ein Fuchs vors Auto. Ich sag es doch!".
So steht jetzt doch die Sitzverteilung und mit
Gläserklirren wünscht man sich: Guten Appetit.

Der Karpfen mundet allen sehr,
lange schon gab es kein so schönes Weihnachtsessen mehr.
So essen sie nun alle in Ruh;
nur bei den Bälgern scheppern die Scherben,
Tante Dulle meint nur eines dazu:
"Diesen Sauschweinen ist einfach nicht Herr zu werden!"

Gelobt wird vor allen der Herr des Hauses -
dem Herrn Genscher und Zubereiter des Weihnachtsschmauses.
Er setzt sich um zu den Damen für so manche Romanzen
in dem Gedanken: "Hier sind sie höher, meine Chancen".
Ein Solo durfte Genscher dann auch noch spielen,
allerdings erst am Abend beim Abräumen, als keine mehr blieben.

Und insagesamt doch, so sagt er heraus:
"Ein gelungener Weihnachtlicher Doppelkopfschmaus!"


[24.12..2016]
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